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Die Fairchild-Republic A-10 Thunderbolt II, von Piloten auch Warthog („Warzenschwein“) genannt, ist seit 1975 das wichtigste Erdkampfflugzeug der US-Luftwaffe. Der einfach aufgebaute, effektive und robuste zweimotorige Unterschall-Jet ist zum Einsatz gegen Bodenziele und gepanzerte Fahrzeuge vorgesehen. Daneben existiert eine Aufklärungsvariante OA-10, die auch als vorgeschobener Feuerleitstand einsetzbar ist.

Die A-10 kann im Tiefflug unterhalb von 300 m (1.000 ft) Höhe mit 2,4 km Sichtweite operieren und ist zu diesem Zweck besonders wendig. Der weite Kampfradius und die Kurzstart- und Landefähigkeiten erlauben Einsätze von provisorischen Stützpunkten in Frontnähe aus. Nachtsichtgeräte ermöglichen auch Missionen bei Dunkelheit.

Zur Verbesserung der Rundumsicht hat das Cockpit eine blasenförmige Kuppel. Der Pilot wird durch eine 400 kg schwere Titan-Panzerung geschützt, die auch Teile der Avionik abdeckt. Die Panzerung wird von den Piloten liebevoll „The Bathtub“ („Die Badewanne“) genannt, weil sie in der Form einer Badewanne nachempfunden ist. Wichtige Strukturelemente sind redundant ausgelegt, um nach Beschuss einen Weiterflug zu ermöglichen: Die Treibstofftanks sind selbstversiegelnd und so konstruiert, dass sie bei Treffern nicht explodieren; die hydraulischen Flugkontrollsysteme können durch Seilzüge manuell übersteuert werden. Die Motoren sind so weit wie möglich voneinander entfernt angebracht, um die Gefahr zu minimieren, dass beide gleichzeitig zerstört werden. Ihre Anordnung hinter/oberhalb der Tragflächen reduziert die Gefahr einer Beschädigung durch Abwehrfeuer gegen die im Überflug befindliche Maschine. Die Wartung wird erleichtert, indem viele Teile beidseitig verwendet werden können, darunter die Triebwerke, das Hauptfahrwerk und die Seitenleitwerke. Die GAU-8A Avenger Kanone Die GAU-8A Avenger Kanone

Zur Avionik-Ausstattung gehören Kommunikationsgeräte, ein Inertiales Navigationssystem, Feuerkontrollsysteme, Zielhilfen und Nachtsichtgeräte. Ein Head-Up-Display (HUD) zeigt dem Piloten Flug- und Navigationsdaten an. Das LASTE-System (Low Altitude Safety and Targeting Enhancement system) berechnet fortwährend den Einschlagpunkt ballistischer Bomben (CCIP) und zeigt diesen auf dem HUD an, um die Zielgenauigkeit zu erhöhen. Unter dem Rumpf ist ein „Pave Penny“-Lasersucher montiert, der das Auffinden von lasermarkierten Bodenzielen ermöglicht. Gegen Angriffe mit infrarot- oder radargelenkten Boden-Luft-Raketen hat die A-10 halbautomatische Gegenmaßnahmen. Gegenwärtig werden alle A-10 mit GPS nachgerüstet.

Das 30-mm-Geschütz GAU-8/A in Gatling-Bauweise im Rumpf verschießt hochexplosive sowie panzerbrechende Uranmunition mit einer Kadenz von 4.200 Schuss pro Minute. Die Rückstoßkraft der Waffe beträgt 44,5 kN.

Die A-10 kann nur bei absoluter Luftüberlegenheit wirkungsvoll eingesetzt werden. Da die A-10 langsam und schwerfällig ist, wird sie bei einer starken gegnerischen Luftwaffe leicht Beute für feindliche Jäger. Dieses Schicksal teilt sie mit anderen Angriffsflugzeugen aus der Neuzeit wie aus der Vergangenheit, z.B. der russischen Suchoi Su-25 oder der bekannten Junkers Ju 87 (Stuka) aus dem 2. Weltkrieg.

Die A-10 verfügt über keine Stealthfähigkeiten, ist jedoch dank ihrer Turbofan-Triebwerke relativ leise und damit vor allem im Nachteinsatz in Verbindung mit ihrem Tarnanstrich optisch und akustisch gut getarnt.

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